AM HERZEN EUROPAS 4


DAS JENISCHE IN TIROL
SPRACHE UND GESCHICHTE
DER KARRNER, LANINGER, DÖRCHER




Heidi Schleich

mit einem Beitrag von Anton S. Pescosta

128 Seiten, broschiert
2001
Auflage: 500 Stück, 19
ISBN 3-901735-09-7



Seite 16/17, zum Vergrößern anklicken
Foto: Josef Huber

Als 1990 unser Buch "Österreichische Lyrik - und kein Wort Deutsch" bei Haymon herauskam, erlebten wir sehr unterschiedliche Reaktionen, aber fast immer großes Erstaunen, denn im Bewusstsein der meisten war das einfachste Kennzeichen der österreichischen Literatur, dass sie Deutsch ist, und gerade das ist falsch!, die österreichische Literatur ist vielsprachig.

Eine besondere Entdeckung war, auch für mich, dass es eine jenische Literatur gibt. Und ich hatte sie wie zufällig - und damit auch gleich einen jenischen Dichter, Romedius Mungenast - entdeckt und zum ersten Mal in der Anthologie veröffentlicht. Viele Literaturinteressierte erfreuten sich an dieser reizvollen, originellen Sprache, mit der sich Heidi Schleich in diesem Buch sprachwissenschaftlich auseinandersetzt. Ich verdanke Romedius Mungenast den Kontakt zur Verfasserin, wie auch zu Jenischen und anderen Wissenschaftern.

2001, im Jahr der Sprachen, nach unserem Verständnis das Jahr der gefährdeten Sprachen, drängen Weltsprachen die Kleinen weiter an den Abgrund. Es ist Eile geboten, solange es noch SprachträgerInnen gibt, ihren Schatz zu dokumentieren.

Gerald Kurdoglu Nitsche



Seite 38/39, zum Vergrößern anklicken

Heidi Schleich

Geboren 1965

Volksschule in Nassereith
BRG in Imst - Matura 1984

Logopädie-Ausbildung in Innsbruck - Diplom 1986
Zwei Jahre als Logopädin in Bregenz gearbeitet

1988 Beginn des Studiums (Sprachwissenschaft und gewählte Fächer)
an der Universität Innsbruck - Abschluss 1998
Titel der Diplomarbeit: "Die jenische Sprache in Tirol"

Während des Studiums zur Finanzierung desselben diverse Berufstätigkeiten als Lehrbeauftragte an der Universität Innsbruck (zu logopädischen Themen), Kellnerin, Almhirtin (Kielebergalm im Pitztal), Mitarbeiterin in diversen Kunst-, Kultur- und Frauenprojekten

seit 1999 freie Mitarbeiterin bei der Tiroler Straßenzeitung 20er

seit 1999 sozialpädagogische Mitarbeiterin im sozial-ökonomischen Betrieb Ho&Ruck in Innsbruck